Das SilPreg® Verfahren findet Anwendung in der individuellen prothetischen sowie auch orthetischen Versorgung von Patienten. In beiden Bereichen können die obere und untere Extremität, unter Betrachtung der jeweiligen Anforderungen, bedient werden. Die Ausführungsvarianten sind sehr vielfältig, sodass auf fast alle Versorgungskonzepte individuell eingegangen werden kann. Die Varianz beginnt in der Bestimmung der Materialfestigkeit des medizinischen Silikons. Hier kann dasselbe Produkt/Hilfsmittel auf unterschiedliche Festigkeiten eingestellt werden, sodass zum Beispiel eine gewünschte Bewegungsrichtung bei einer Unterarmorthese limitiert oder stabilisiert und eine andere freigegeben oder sogar unterstützt wird. Dieses ist mit konventionellen oder industriellen hergestellten Hilfsmitteln nicht möglich. Aufgrund der hohen Passform und der individuell komplexen Ausführung wird ein sehr hohes Maß des Versorgungserfolges sichergestellt.

Bei prothetischen Versorgungen können mit Hilfe des medizinischen Silikons Stumpfunebenheiten/Knochenvorsprünge, Narbeneinziehungen und Stumpfvolumenschwankungen ausgeglichen werden und ermöglichen somit eine gleichmäßige Druckverteilung. Auch hier sind unterschiedliche Materialfestigkeiten individuell einzustellen und ermöglichen somit einen sehr hohen Tragekomfort bei unterschiedlichen Belastungen.